Diffnious

diffnious

mit:
Felicitas Fäßler, Roman Häbler, Lars-Ole Bastar,
Etienne Dietzel, Jakob Schreiter

Eröffnung: Freitag 28.09.2018 19.00 Uhr
Samstag 13.00 – 20.00 Uhr
Sonntag 13.00 – 16.00 Uhr

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Filamente

FILAMENTE

KATHARINA SEIDLITZ, DRESDEN
EMINE ŞAHINAZ AKALIN, HAMBURG
CLAUDIA BEHLING, HAMBURG

6. – 14. OKTOBER 2018
ERÖFFNUNG: FR, 5. OKTOBER, 19 UHR
ÖFFNUNGSZEITEN: SA – SO, 15 – 18 UHR

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Ausstellungsreihe 2018

CAMERA SUBJECTIVA – Jour-Fixe für Photographie

Wir zeichnen mit Licht – in etwa so lässt sich das Wort Photographie aus dem Griechischen übersetzen.

Wir klicken massenhaft von Blickwinkel zu Blickwinkel – schießen in endlosen Reihen ein All-Über-All – entwickeln dabei was Sache, was der Fall ist und fixieren ein trügerisches Konstrukt, das Welt als Bild vermeintlich als Wirklichkeit begreift.

„Medien bestimmen unsere Lage“ (Kittler) und behaupten in überwältigender Mannigfaltigkeit Wahrheit aufzuzeigen. Photographie hat verschiedene kontextuelle Zugriffe in der Geschichte der Medien erfahren und befindet sich seit der Erfindung des Kleinbildformats durch Wilhelm Oskar Barnack in den Jahren 1913/14 auf einer sich selbst überholenden technischen Entwicklung.

Vom schwarzweiß Papierabzug des Dokumentarischen, zu einer erschwinglichen Instamatic-Kamera, Bilderalben eines Massen-Tourismus – über den Pop der Polaroid, hin zum Social-Media-Selfie-Wahn mit dem Smartphone und womöglich endend in innovativer Beliebigkeit von selbstlernenden offenen Simulakren im berauschten Virtual-Reality-Viewer.

Das Vorhaben „Camera Subjectiva – Jour-Fixe für Photographie“ im Künstlerhaus Hamburg unternimmt eine Untersuchung dieses Phänomens:

Als Prozess und offenes Konversations-Format werden Themenfelder, Fragen und Haltungen zum Umgang mit technisch produzierten Bildern entwickelt. Die Zugänge zur Photographie werden beschrieben ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Wichtig erscheint die Notwendigkeit, Bilder in ihrer psychischen, sozialen und politischen Dimension zu verstehen. Dieses erarbeiten wir in einem offenen Diskurs um einen kritischen Gemeinsinn. Die Bilder der Photographie sind bereits gemacht, weil strukturell vorhanden, bevor sie entstehen. Das Licht im Kamera-Auge zeichnet global diverse Perspektiven auf – es lässt uns begreifen was der Fall des Anderen ist und ermöglicht einen Imperativ zum politischen Handeln – ein Zeichen aus Licht als eine schöne Utopie.

Jours-Fixes – Das Verfahren

Bewusst haben wir uns entschieden für das Programm 2018 eine offene dynamische Struktur der Findung in den Mittelpunkt zu rücken, die uns fordert dem Thema tief auf den Grund zu gehen und unser Denken zu erweitern. Die thematische Beschäftigung geht während des Ausstellungsjahres anhand der Ausstellungen und regelmäßigen halböffentlichen Arbeitstreffen (Jours-Fixes) weiter.
Die Jours-Fixes werden je an einem Samstag in den Monaten Februar, Mai, Septemberund November stattfinden. Die Jours-Fixes sind für alle Interessierten offen und finden im Ausstellungsraum statt.

Für diese Auseinandersetzung haben wir uns einigen Spielregeln unterworfen, die bestimmten Dialogtechniken entlehnt sind:

  • so lange wie möglich bearbeiten wir das Thema offen, wir gehen nicht von Künstlern aus, sondern von Themen/Inhalten
  • alle Informationen bleiben so lange wie möglich gleichberechtigt nebeneinander stehen
  • ab einem gewissen Punkt werden die Informationen verdichtet und daraus Themenbereiche definiert
  • zu den Themenbereichen werden jeweils passende Ausstellungsformate, Künstler und Herangehensweisen entwickelt

Im Laufe des Jahres wird es ca. vier Ausstellungen und vier Jours-Fixes geben.

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturbehörde Hamburg